Historie - Mehr als 50 Jahre Realschule Baesweiler

von Achim Schmitz

Auf mehr als 50 Jahre kann unsere Schule seit ihrer Gründung zurückblicken. Ein Anlass, die wichtigsten Etappen im Überblick aufzuzeigen.

1965 - 1971

Im Jahr 1964 fasst der Rat der damaligen Gemeinde Setterich den Beschluss, eine Realschule zu errichten. Am 22.4.1965 werden 89 Schülerinnen und Schüler in zwei Klassen eingeschult. Der Unterricht findet zunächst in den Räumen der evangelischen Volksschule, später im Neubau der katholischen Volksschule St. Barbara statt. Am 4.11.1968 findet der Einzug in das neu errichtete Gebäude der Realschule statt. Schulleiter Ernst Hönings und sein Stellvertreter Heinz Koulen prägen den Aufbau der neuen Schule. Aufgrund von zwei Kurzschuljahren werden die ersten beiden Abschlussklassen bereits im Juli 1970 verabschiedet.

1971 - 1990

Im Juli 1971 wechselt Realschuldirektor Ernst Hönings zum Bezirksseminar Aachen. Als Nachfolger übernimmt Karl Heinz Ossen die Leitung der Schule, weiterhin unterstützt von Heinz Koulen als Konrektor.

Im Zuge der kommunalen Neugliederung wird Setterich 1972 ein Ortsteil von Baesweiler. 1975 erhält Baesweiler die Stadtrechte. Fortan trägt unsere Schule den offiziellen Namen Realschule der Stadt Baesweiler.

Seit 1978 gibt es eine Neigungsdifferenzierung: In den oberen Jahrgangsstufen können die Schüler/-innen als 4. Klassenarbeitsfach alternativ zwischen Biologie, Französisch und Sozialwissenschaften wählen. Im Sommer 1985 wird erstmalig zusätzlich das Fach Technik angeboten. Seit 1987 nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 an einem mehrwöchigen Betriebspraktikum teil. In den Folgejahren wird der Bereich der Berufswahlorientierung im Interesse unserer Schüler/-innen stetig weiterentwickelt.

1991 - 2008

Erik Schulte, seit 1988 als Konrektor an unserer Schule tätig,  übernimmt 1991 die Leitung der Realschule Baesweiler.  Im gleichen Jahr findet die Gründung des Vereins der Freunde, Förderer und Ehemaligen der Realschule Baesweiler e.V. statt. Fortan unterstützt der Förderverein das Schulleben auf vielfältige Weise u.a. durch umfangreiche Sachzuwendungen in den einzelnen Fächern sowie finanzielle Unterstützung für die Teilnahme an Klassenfahrten.

Wegen stetig steigender Schülerzahlen - die Schule ist nicht mehr wie ursprünglich geplant zwei-, sondern nun vierzügig - wird ein Erweiterungsbau unmittelbar an den alten Gebäudekomplex angegliedert. Die Einweihung des Neubau I mit vier Klassenräumen und vier Fachräumen für die Fächer Technik, Informatik, Kunst und Sozialwissenschaften erfolgt am 27.08.1993. Etwa zeitgleich wird die 5-Tage-Woche eingeführt. Der Samstag ist jetzt grundsätzlich unterrichtsfrei.

Eine wachsende Schule erfordert auch die Bewältigung zusätzlicher Aufgaben im Bereich von Pädagogik und Verwaltung. Deshalb wird das Schulleitungsteam um Erik Schulte und Achim Schmitz ab dem Schuljahr 2001/02 um die 2. Konrektorin Ursula Just erweitert.

In den Folgejahren wächst unsere Schülerzahl weiter. Die Zahl 800 rückt in greifbare Nähe. Außerdem beginnt die Neigungsdifferenzierung nun schon in Klasse 7. Das Fach Informatik wird zusätzlich angeboten. Diese Veränderungen machen eine weitere Ergänzung des Raumangebotes erforderlich. Der zweite Erweiterungsbau (Neubau II) als separater Komplex mit vier Klassenräumen und zwei Fachräumen für die Fächer Kunst und Chemie wird am 17.09.2002 eingeweiht.

Nicht nur in der Organisation, auch im pädagogischen Bereich entwickelt sich unsere Schule weiter.

Als Folge der ersten PISA-Studie gibt es ab dem Schuljahr 2001/02  sog. Parallelarbeiten in Klasse 9. Aus diesen erwachsen schließlich in den 10. Klassen die Zentralen Abschlussprüfungen (ZP), die seit dem Schuljahr 2006/07 zur Erlangung der Fachoberschulreife führen, wobei die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch betroffen sind. Dies bedeutet künftig intensive innerschulische Absprachen und ein zielgerichtetes Vorbereiten auf diese Arbeiten. Parallelarbeiten sind deshalb inzwischen auch in anderen Jahrgangsstufen selbstverständlich.

2009 - 2016

Am 01.02.2009 übernimmt Michael Göbbels die Schulleitung. Mit ihm sind der 1. Konrektor  Achim Schmitz (bis zum 1. Halbjahr 2014/15) und die 2. Konrektorin Ulla Just weiterhin im Schulleitungsteam tätig. Rund 700 Schülerinnen und Schüler werden von 49 Lehrkräften betreut. 6 weitere Mitarbeiter/-innen sind in der Verwaltung bzw. als Hausmeister oder in der offenen Nachmittagsbetreuung tätig.

Ab dem Schuljahr 2010/11 werden größere Investitionen für Sanierungen und Renovierungen von bestehenden Gebäuden, für moderne Ausstattungen zahlreicher Fachräume  (z.B. mit SMART-Boards) vorgenommen, so dass der Unterricht  handlungsorientierter und praxisbezogener wird. Die Sporthalle erfährt eine energetische Verbesserung. Auch der Dusch- und Waschbereich wird  saniert.

Im Februar 2011 wird die Mensa eröffnet. Sie ist in den vorhandenen Räumlichkeiten des alten Schulpavillons I integriert und findet als ergänzender Neubau zwischen Pavillon I und II  Platz. Diese helle, großzügig gestaltete Mensa umfasst einen ca. 150 m² großen eigentlichen Mensaraum, der ca. 120 Schülerinnen und Schülern Platz bietet, eine Essensausgabe, eine Spülküche und einen Personalraum. Die Mensa ist wichtig für unsere Schule, denn die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die nachmittags in der Realschule sind, steigt.

2015 wird der Schulhof mit zusätzlichen Spielgeräten und Flächen für Ballspiele neu gestaltet.

Am 5. September 2015 feiert die Realschule der Stadt Baesweiler ihr 50-jähriges Bestehen in einer Feierstunde. Fünf Jahrzehnte kontinuierlicher und erfolgreicher Arbeit, in denen nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern vielfältige Kompetenzen, Interessen und Fähigkeiten unserer Schüler/-innen gefördert wurden.

Im April 2016 wechselt Michael Göbbels als Schulleiter an das Couven-Gymnasium in Aachen. Die Schule wird kommissarisch vom 1. Konrektor Jan Braun geleitet, der tatkräftige Unterstützung erhält er von unserer 2. Konrektorin Ursula Just. Im November 2016 wird Jan Braun zum neuen Schulleiter der Realschule Baesweiler ernannt.

Zum Beginn des Schuljahres 2016/17 wird ein neues Stundenraster eingeführt bzw. für zunächst ein Jahr erprobt: Eine Unterrichtsstunde dauert jetzt 60 Minuten, die beiden großen Pausen dauern 20 bzw. 30 Minuten. Die Anzahl der Unterrichtsstunden pro Fach wird entsprechend angepasst, sodass die Unterrichtszeit insgesamt unverändert bleibt.